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Die HES-SO am Paléo: Paradox – oder die Leichtigkeit des Bergs

Actualité HES-SO Publié le 22.07.2024. Mis à jour le 22.07.2024.

Der diesjährige Auftritt der HES-SO am Paléo Festival Nyon läuft unter dem Namen Paradox und inspiriert sich am Matterhorn, das – so massiv es auch sein mag – fast abgehoben wirken kann, wenn es die Wolken berührt.

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© HES-SO / Inès Riber

Von vorne zeigt die monumentale Szenografie Paradox in der Asse-Ebene ein alpines Koloss, von der Seite gesehen wird der Berg jedoch auf eindrückliche Weise durchlässig, ja beinahe flüchtig. Paradox erinnert somit daran, dass allein ein Perspektivenwechsel das Unüberwindbare manchmal überwindbar machen kann. Nachts erzeugt ein sorgsam entwickeltes Lichtkonzept visuelle Effekte, die den paradoxen Charakter der Struktur betonen: Schwere versus Leichtigkeit.

Das Gebilde wurde von Studierenden verschiedener Studienrichtungen der Genfer Hochschule HEPIA – Haute école du paysage, d'ingénierie et d'architecture konzipiert. Im Rahmen dieses Projekts bekommen die Studierenden die Gelegenheit, ihr Wissen konkret umzusetzen und mit diversen Fachleuten aus der Berufswelt zusammenzuarbeiten.

Paradox bietet zudem sieben Animationen, die das Publikum mit der Thematik konfrontieren. Diese wurden von rund hundert Studierenden aus sechzehn Hochschulen der HES-SO erarbeitet. Die Animationen regen zum Nachzudenken darüber an, wie trügerisch die eigene Wahrnehmung sein kann, z. B. in Bezug auf physische Stärke, Stereotype oder die Aura. In die Szenografie ist eine Bühne – «Face Nord» – eingebettet, auf der insgesamt sechs Bands aus Studierenden und Ehemaligen der Musikhochschulen der HES-SO auftreten werden.

Als «Innovationspartnerin» beim Paléo entwickelt die HES-SO jedes Jahr eine neue Szenografie zu einem bestimmten Thema sowie Aktivitäten, die von den Studierenden der verschiedenen Hochschulen konzipiert und animiert werden. Die Studierenden, die sich freiwillig für die insgesamt sechsmonatige Mitarbeit an diesem Projekt melden, kommen aus unterschiedlichen Regionen und Studiengängen. Über Workshops und in einem Bootcamp lernen sie sich nach und nach kennen. Dieses Abenteuer, das sowohl Fach- als auch Sozialkompetenzen beansprucht, ist für alle ein aussergewöhnliches und unvergessliches Erlebnis.

Stimmen von Studierenden

«Die Szenografie zu konzipieren und umzusetzen war konkret und lehrreich eine bereichernde Erfahrung. Es war eine Chance, mit Studierenden anderer Studiengänge zusammenzuarbeiten, mit ihnen zusammen über ein gemeinsames Ziel nachzudenken und voneinander zu lernen. Ich bin stolz, bei einem Projekt von solchem Umfang mit dabei zu sein.» Ninon Rocacher, Studentin Landschaftsarchitektur an der HEPIA in Genf.

«Durch die Mitarbeit an diesem ambitionierten Projekt sind mir die wesentlichen Herausforderungen klargeworden, die sich in Bezug auf die Koordination, die Planung und das Ressourcenmanagement stellen. Wir waren völlig selbständig für alle Bestellungen zuständig und mussten die Konzepte, die wir präsentieren, selber testen. Dadurch sind wir autonomer geworden und konnten unsere Kompetenzen im Projektmanagement weiterentwickeln. Das Paléo-Projekt der HES-SO hat mein Selbstvertrauen gestärkt und mich ermutigt, Initiativen zu ergreifen – Qualitäten, die für meine berufliche Zukunft wichtig sind.» Lucia Landert, Studentin in Tourismus an der HES-SO Valais-Wallis – Hochschule für Wirtschaft in Siders.